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Die 7 Schlüssel der Resilienz

Resilienz ist unsere mentale Widerstandsfähigkeit im Bezug auf unsere Herausforderungen im Alltag.

Oder wie ich auch gerne sage: unser inneres Steh-Auf-Männchen!

Die folgenden 7 Schlüssel helfen uns die Kraft unseres Männchens zu stärken und die Fähigkeit aufzubauen um gestärkt aus Krisen und herausfordernden Situationen hervorzugehen.

 

Akzeptanz

Es ist nicht immer alles so wie wir es uns mit unserem (begrenzten) Verstand ausgemalt haben. Jeder kennt die Momente in denen wir einfach nur noch verzweifelt sind.

„Es ist wie es ist“. Dieser Satz hilft mir um anzunehmen und zu akzeptieren, Kontrolle loszulassen.

Genauso wie wir das Jetzt annehmen dürfen, hilft es uns sehr der Vergangenheit zu verzeihen.

 

Wie kann ich diese Haltung der Resilienz trainieren?

Finde Beispiele für miese Momente in der Vergangenheit, die sich mittelfristig als doch besser oder sogar richtig gut herausgestellt haben. Stelle dir gern die Frage: „Wo haben mich diese Umstände hingebracht?“

Je öfters wir uns bewusst machen, dass wir die Gründe für Machens in unserem Leben erst später erkennen können, desto gelassener können wir schon im hier und jetzt damit sein. Und ja das klingt leichter gesagt als getan. Es geht nicht darum es einmal zu lernen und dann sind wir glücklich und können alles akzeptieren. Es geht darum es immer und immer wieder zu üben, sich selbst und seine mentalen Muster zu erkennen, die Emotionen zu fühlen und dann den Fokus auszurichten. Bewusst eine bestimmte Haltung einzunehmen.

 

Realistischer Optimismus

Ich liebe diesen Schlüssel der Resilienz. Weil er erlaubt mir meine volle Naivität auszuschöpfen und anzunehmen. Natürlich geht es nicht darum sich alles schön zu reden. Deswegen ja auch realistisch! Trotzdem dürfen wir uns bewusst machen, dass unser mentales System darauf ausgerichtet ist Gefahren zu erkennen und uns davor zu schützen. Unser Verstand fokussiert sich also auf das Negative und potenziell Gefährliche. Macht evolutionär gesehen auch total Sinn. Früher mussten wir aufpassen, da uns die potenziellen Gefahren schnell mal unser Leben gekostet haben. Deswegen machte es auch Sinn, dass alles Neue oder Herausfordernde eine Lebensgefahr mitbrachte, die in der Regel besser nicht riskiert werden sollte.

Nach dem Motto: „Alles was und wie wir es bisher getan haben hat uns überleben lassen = hat sich bewährt!“ Heute haben wir aber einen anderen Anspruch an unsere Leben: Wir wollen wachsen, uns entfalten und glücklich sein. Das ist unserem Verstand allerdings völlig egal. Alles was neu ist, ist potenziell gefährlich! Deswegen setzt er ein Instrument in unserem System ein: Angst! Die Angst hält uns in den Bahnen in denen wir bisher überlebt haben.

Die Frage ist: reicht dir das? Oder wollen wir nicht lieber die Angst als Wegweiser sehen. Hier zeigt uns unser Verstand die Grenzen über die unser Herz eigentlich gerne gehen möchte. Unser Herz möchte nämlich gerne wachsen, sich entfalten und glücklich sein.

 

Regelmäßig den Fokus auf das Gute lenken hilft:

Erfolgstagebuch oder Dankbarkeitstagebuch: Schreibe abends deine Erfolge und 3 Dinge für die Du an diesem Tag dankbar ist in ein Buch.

Noch ein Buch/Hörbuch-Tipp: „Im Grunde gut“: Rutger Bregman beschreibt in seinem Buch entgegen der Annahme „der Mensch sei schlecht“ sehr wissenschaftlich, dass wir Menschen im Grunde gut sind.

 

Selbstwirksamkeit

Dies ist die Fähigkeit sich selbst am Schopfe zu packen und aus dem Quark zu ziehen. Fähig sein die Opferrolle verlassen zu können um wieder selbst-WIRKSAM zu sein.

Also die Fähigkeit sich selbst und die eigenen Fähigkeiten anerkennen zu können, auf sich selbst vertrauen zu können um daraus handeln zu können.

Das kann und muss natürlich nicht immer so sein. Und wir dürfen und sollten auch unsere „negativen“ Emotionen durchfühlen. Aber dann eben wieder „die Kurve“ zu kriegen und nicht im Selbstmitleid versinken, dass ist hier die Kunst.

Ums uns und unseren Fähigkeiten vertrauen zu können dürfen wir uns mit uns selbst beschäftigen. Was kann ich gut? Was macht meine Einzigartigkeit aus? Was (oder wie) tue nur ich (etwas)? Was habe ich in der Vergangenheit schon alles gemeistert?

 

Verantwortung

Wir können immer Gründen finden warum jetzt gerade die Umstände oder andere Menschen verantwortlich sind für meine Situation. Und es stimmt natürlich, wir können nicht ALLES verantworten. Allerdingt können wir die Verantwortung annehmen um Veränderung herbeizuführen.

Hier fällt mir eine Liedzeile ein: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“

Und ich denke wir dürfen hier die Messlatte erstmal auch wieder ein wenig senken. Wie wäre es, wenn wir mit unserer eigenen kleinen Welt beginnen?

Was mir in dieser Liedzeile noch auffällt ist das Wort „Schuld“. Schuld ist in meinen Augen sehr negativ konnotiert, es kommt eher aus der Opferrolle heraus. Deswegen: lasst und doch anstatt die Schuld hin und her zu schieben lieber aktiv Verantwortung annehmen und dadurch auch wieder handlungsfähig werden!

 

Netzwerkorientierung

Hierbei geht es um Verbundenheit mit anderen. Beziehungen und Freundschaften geben uns besser und manchmal hilft es einfach sich etwas von der Seele zu reden.

Hier geht es also darum seine Beziehungen zu pflegen. Es geht nicht darum möglichst viele Freundschaften haben zu müssen, das darf sehr individuell sein.

Es sollte eine Balance zwischen geben und nehmen sein. Hier gibt es verschieden Typen: Ich zum Beispiel fühle mich sehr wohl, wenn ich in der Geben-Rolle bin, tue mich schwerer mit dem Nehmen. Also Hilfe anzunehmen oder auch bewusst einzufordern. Werde dir deiner Themen bewusst und arbeite an der Balance!

 

Lösungsorientierung

Dieser Schlüssel hängt eng zusammen mit dem optimistischen Blick. Wenn wir uns vom negativen Grübeln „Warum passiert das immer mir?“ lösen, dann können wir den Weg wiedersehen. Also mehr den Blick auf die Möglichkeiten zu richten, als auf die Probleme selbst. Auch hier werden wir wieder handlungsfähig, fühlen uns nicht hilflos, sondern können konkrete Schritte sehen (und machen) um Lösungen herbeizuführen.

 

Zukunftsorientierung

In diesem Schlüssel der Resilienz geht es darum sich zu fragen:

Wer möchte ich sein?

Wohin möchte ich wachsen?

Also die Fähigkeit aktiv zu handeln um persönlichen Ziele zu erreichen. Die Visionen dürfen im Besten Falle aus dem Herzen kommen und der Verstand hilft uns kleine Schritte und Ziele zu definieren um diese zu erreichen. Für eine erfolgreiche Umsetzung empfehle ich kleine Schritte, erkenne JEDEN Schritt als Erfolg an und formuliere deine Ziele SMART.  (Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert)

 

Resilienz ist eine Haltung und Einstellung, die oben genannten 7 Schlüssel helfen dabei sie zu stärken. Einige Punkte hast du vielleicht schon länger gut in deinem Leben integriert, andere wahrscheinlich eher weniger. Fokussiere dich nach und nach auf einen der Schlüssel und etabliere so einen entspannteren Umgang mit den Herausforderungen in deinem Leben.

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