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Die Totenhaltung des Yogis – Savasana

Liegt man gleich einem Leichnam ausgestreckt am Boden, so wird dies Savasana genannt. Das Savasana vertreibt Müdigkeit und lässt den Geist ausruhen.

Hatha Yoga Pradipika – Die Leuchte des Hatha Yoga (S. Swatmarama)

 

Savasana ist die Totenhaltung, da es in dieser Position darum geht, wie ein Leichnam ganz regungslos am Boden zu liegen. Diese Haltung scheint auf den ersten Blick sehr einfach zu sein. Wer es aber schon einmal ausprobiert hat weiß, dass es gar nicht so einfach ist ganz still am Boden zu liegen. Ich merke häufig, dass die Nase juckt, die Hose kneift oder das Ticken der Wanduhr einen ganz verrückt macht. Und genau das ist spannend. Zu beobachten an was sich der Geist so stört, wenn wir eigentlich „gar nichts“ tun brauchen.

Savasana ist also eine Asana (Körperhaltung im Yoga), die uns auf eine ganz andere Weise herausfordert, als die meisten Asanas im Yoga. Während viele Asanas sehr aktiv und körperlich fordernd sind, so ist Savasana passiv und, wie ich finde, eine Form des „Entspannung-Zulassens“. Wir könnten auch sagen: „Ich lade Ruhe, Entspannung und Gelassenheit ein.“

Savasana wird in jeder Yoga-Stunde am Ende geübt und ist, meiner Meinung nach, einer der wichtigsten Asanas überhaupt. Ganz klassisch liegen wir hierfür in Rückenlage, die Beine fallen leicht nach Außen und die Arme ruhen neben dem Oberkörper. Je nach dem was der Körper aber braucht (oder kann) ist Savasana genauso in Bauch- oder Seitlage möglich. Meistens braucht der Körper ein paar Minuten um die Ruhe und Entspannung im Körper zuzulassen oder manchmal klappt es auch gar nicht. Besonders am Anfang ist die Ruhe sehr schwer auszuhalten oder man schläft sogar ein.

Zu Beginn hilft es deshalb, wenn man einer Anleitung (des Yogalehrers oder einer Audio-Aufnahme) folgen kann. Körperreisen, den Fokus auf bestimmte Wahrnehmungen zu lenken, bewusst zu entspannen oder auch Fantasiereisen helfen uns den Geist zu beschäftigen und dabei nach und nach mehr loszulassen. So kann dieser die körperliche Regungslosigkeit besser aushalten und die Entspannung besser geschehen lassen ohne in den Schlaf abzudriften. Wenn wir etwas geübter sind funktioniert Savasana auch in völliger Stille oder sogar mit lauten Umgebungsgeräuschen. Aber das hängt natürlich auch immer von der aktuellen Gemütslage ab. An jedem Tag ist Savasana anders, da auch wir jeden Tag in einer anderen Verfassung und Energie sind. Deswegen ist die Praxis dieses Asana auch immer wieder so spannend. Wir können in der Stille unsere heutige Stimmung einfacher wahrnehmen und uns besser mit unserem inneren Licht verbinden.

Wenn man zuhause Yoga praktiziert geht Savasana manchmal ein wenig unter. Man macht den Sonnengruß und bestimmte Asanas an denen man vielleicht gerade arbeitet. Bei mir ist da der Kopf häufig noch noch sehr mit dabei. Gedanken wie „Was kommt nochmal als Nächstes?“, Hüfte vor, Fußaußenkante drücken, Arme strecken!“ oder „Einatmen-Ausatmen“ dominieren manchmal die Praxis.

Savasana ist dann die Möglichkeit einfach mal alles was es „richtig-zu-machen“ gilt loszulassen. Einfach die Stille genießen, bis mein Handy gongt.

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Vorteile von Gesundheitsförderung im Unternehmen | BGF und BGM

Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant. Digitalisierung und die Zukunft der Technik verändern das Arbeitsumfeld auf ganz verschiedenen Ebenen. Der Ausstieg aus der Arbeitswelt verschiebt sich mit dem Renteneintritt immer weiter nach hinten, Arbeitnehmer arbeiten also zukünftig bis ins hohe Alter und müssen mit ihrer Gesundheit besser haushalten. Außerdem setzt die junge Generation auf andere Werte als die bisherige Arbeitnehmergeneration. Während bisher Arbeit mit Sicherheit und Disziplin definiert wurde geht es nun zunehmend mehr um Sinn und Erfüllung im Beruf.

Wenn ein Arbeitnehmer sich für ein Unternehmen als Arbeitgeber entscheidet fallen folgende Kriterien in Zukunft also noch mehr ins Gewicht:

  • Was für ein Image trägt das Unternehmen?
  • Liegen interessante Aufgaben die mir Spaß bereiten in meinem Arbeitsauftrag?
  • Kann ich mich im Unternehmen weiterentwickeln?
  • Werde ich angemessen für meine Leistung vergütet? (Grundlage Wertschätzung!)
  • Macht mein Arbeitsumfeld Spaß und sind meine Kollegen nett?
  • Ist mein Verhältnis zu meinem Vorgesetzten angenehm?
  • Unterstützt mich mein Arbeitgeber in meinen persönlichen Interessen? (z.B.: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Interesse an meiner Gesundheit, Angebote für mich als Person, …)

Die Gründung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), die Gestaltung eines gesundheitsförderliches Arbeitsumfeldes und die Umsetzung von verschiedenen Gesundheitsmaßnahmen (betriebliche Gesundheitsförderung | BGF) kann hier in vielen Punkten ein Unternehmen in den Vorteil rückenförderlich sein!

Welche Vorteile haben Mitarbeiter?

Verbesserung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsumfeldes

Durch die Analyse des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) werden besondere Arbeitsbelastungen und Unfallgefahren aufgezeigt und gesundheitsförderlich verändert. Zum Beispiel können ergonomische Veränderungen in Ihrem Arbeitsablauf einen großen Unterschied machen.

Angebote zum Thema Gesundheit

Durch regelmäßige Kursangebote und spezielle Gesundheitsaktionen werden Mitarbeiter unterstützt. Diese können sich über Gesundheitsthemen informieren und damit diese einen regelmäßigen und geeigneten Ausgleich zur Arbeit finden. Die Angebote in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Entspannung und Sucht sind meist kostenlos oder werden vom Arbeitgeber finanziell unterstützt.

Verbesserung der Arbeits- und Lebensqualität

Durch Angebote wird die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter erhalten oder wieder hergestellt. Außerdem treffen sich Arbeitskollegen nun nicht nur am Schreibtisch, sondern auch nebeneinander auf der Yogamatte. Das verbindet und fördert einen freundschaftlichen Umgang miteinander, was dem Betriebsklima zugute kommt.

Welche Vorteile haben Unternehmer?

Weniger Arbeitsunfälle und kleinen Krankheitsstand

Durch die Analyse des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) werden gesundheitliche Arbeitsbelastungen und Unfallgefahren aufgezeigt. Daraus resultieren umsetzbare bauliche Maßnahmen und Veränderungen in den Arbeitsabläufen, die das Risiko von Arbeitsunfällen und langfristige Krankheitsausfälle deutlich reduziert.

Kostensenkung durch leistungsstarke Belegschaft 

Regelmäßige Gesundheitsangebote geben Mitarbeitern die Möglichkeit sich zu informieren und selbst etwas für Ihre Gesundheit zu tun. Durch die Kurse in den Bereichen Entspannung, Bewegung, Ernährung oder Sucht können sich die Mitarbeiter einen optimalen Ausgleich zur Arbeitsbelastung finden. So wird die Belegschaft langfristig gesund erhalten. Zusätzlich arbeiten gesunde Mitarbeiter produktiver, machen weniger Fehler und steigern die Qualität.

Betriebsklima verbessern

Arbeitskollegen und Chefs treffen sich nicht mehr nur am Schreibtisch, sondern auch nebeneinander auf der Yogamatte oder bei der aktiven Pause. Das verbindet, fördert einen freundschaftlichen Umgang miteinander und schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

hohe Mitarbeiterzufriedenheit und kleine Fluktuation

Durch den wertschätzenden Umgang mit den persönlichen (gesundheitlichen) Interessen der Mitarbeiter und das positive Betriebsklima fühlt sich der Arbeitnehmer sehr wohl im Unternehmen. Dementsprechend verlassen gut eingearbeitete Mitarbeiter selten aus eigener Entscheidung den Betrieb. In Zeiten des Fachkräftemangels wird die Erhaltung von gutem Personal überall angestrebt.

Image und Wettbewerbsfähigkeit steigern

Die Veränderungen in der Arbeitswelt stellen viele Betriebe vor großer Herausforderungen. Als arbeitgeberfreundliches Unternehmen mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit verbessert sich schnell das Image nach außen. Die Folge: die nächste Fachkraft lässt sich anstatt bei der Konkurrenz in Ihrem Unternehmen einstellen.

BGF steuerlich geltend machen

Die Gesundheit der Mitarbeiter wird seit 2008 außerdem steuerlich unterstützt. Ein Unternehmen kann pro Mitarbeiter 500€ lohnsteuerfrei für Gesundheitsmaßnahmen pro Jahr investieren.

 

Das lohnt sich für alle Beteiligten!

 

 

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Sehr gerne sende ich Ihnen ganz unverbindlich mein Übersichts-Portfolio zu!

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Morgenroutine eines Ayurvedis

Eine meiner damaligen Dozentinnen in meiner Ausbildung zur Entspannungspädagogin inspirierte mich mit ihrem Bericht über  Zungen schaben und Öl ziehen. Zu dieser Zeit wusste ich noch nichts von Ayurveda und seinen wohltuenden Routinen.

Mein kleiner Start zur Etablierung einer mordendlicher Routine war der Zungenschaber. Heute passiert das Zungen schaben wie automatisiert vor dem Zähneputzen. Ohne fühle ich mich sogar unhygienisch.

Mein kleines ayurvedisches Morgenprogramm

Zungenreinigung

Der Mund ist ein Ausscheidungsorgan unseres Stoffwechsels. Deswegen lagert sich über Nacht jede Menge Belag und Bakterien im Mundraum und vor allem auf der Zunge ab. Im Ayurveda heißen diese Abfallprodukte des Stoffwechsels auch Ama. Bei einem ausbalancierten Stoffwechsel produzieren wir weniger Ama als im Ungleichgewicht. Für ein hygienisches Mundgefühl können wir morgens als erstes diesen Belag mit einem Zungenschaber oder einem umgedrehten Esslöffel von der Zunge schaben.

Öl ziehen

Die verbliebenen Bakterien im Mund sollen nun entgültig durch das Öl ziehen aus dem Mund befördert werden. Hierbei wird (ca. 1El) Öl durch den Mundraum geschwenkt, gezogen und gegurgelt. Welches Öl hierfür gewählt wird hängt von Vorlieben oder dem ayurvedischen Konstitutionstyp ab. Super eignet sich Sesam-, Kokos- oder auch Olivenöl. Neben der antibakteriellen Wirkung hat das Öl ziehen verschiedene positive Wirkungen auf den Mundraum, die Zähne und das Zahnfleisch. Ob das Öl ziehen oder oder nach dem Zähneputzen effektiver ist, darüber streiten sich die Geister. Das Argument, dass ein vorgezogenes Zähne putzen die Bakterien im Mund nur noch einmal aufwirbelt, lässt mich zuerst mit Kokosöl ca. 5 Minuten ziehen und danach die Zähne putzen. Wichtig dabei bleibt nur: Trinke erst danach, da ansonsten wasserlösliche Gifte und Bakterien herunter geschluckt werden.

Meditation

Da meine morgendliche Meditationspraxis noch ganz neu ist beginne ich mit winzigen Schritten. Während mein Wasserkocher mein Wasser erhitzt meditiere ich für ein paar Minuten auf dem Küchentisch. [Danke für den Tipp, Dana!] In diesen 4 Minuten steige ich zwar sicherlich nicht ganz tief in die Entspannungsphase ein, gewöhne mir dennoch das regelmäßige meditieren an, das sich mit der Zeit natürlich verlängern lässt.

warmes Wasser trinken

Wenn mein Wasserkocher nun soweit ist trinke ich meine 2 großen Gläser Wasser. Es regt den Stoffwechsel und den Verdauungstrakt an. Außerdem füllen wir so unser Wasserdefizit aus der Nacht direkt am morgen wieder auf. Der Grund, warum man im Ayurveda immer warmes statt kaltes Wasser trinkt, ist dass der Stoffwechsel bei kaltem Wasser viel Energie aufwenden muss um dieses auf Körpertemperatur zu erwärmen. Das raubt uns Energie und bremst unseren Stoffwechsel vor allem am Morgen, wenn dieser eh noch sehr schwach ist. Außerdem regt das Wasser die Darmtätigkeit an, sodass nun der morgendliche Toilettengang auch ohne Kaffee funktioniert.

Yoga

Meine Yogapraxis halte ich ebenfalls klein und gut umsetzbar. Ich übe aktuell zu einem bestimmten Lied meine Sonnengrüße und aktiviere dabei meinen ganzen Körper. Wenn ich Zeit und Lust habe erweitere ich die Praxis danach.

warmes Porridge

Auch beim Essen rät Ayurveda meist zu warmen und leicht verdaulichen Speisen. Ganz besonders am Morgen, da das Agni (Verdauungsfeuer) noch nicht sehr stark ist. Das typische ayurvedische Frühstück ist ein leichter warmer Getreidebrei mit gedünstetem Obst. Wer das nicht mag kann auch auf ein warm getoastetes Brot mit Gemüseaufstrich ausweichen oder abwechseln. Ganz wichtig beim Thema Frühstück: das klassische Müsli mit Milch(-produkten) und rohem Obst ist im Ayurveda nicht gern gesehen. Diese Lebensmittelkombination fördert Gärprozesse im Stoffwechsel und entzieht dem Körper viel Energie zur Verdauung.

Weitere Rituale

Natürlich gibt es noch jede Menge weitere ayurvedische Rituale, die einen gesunden Start in den Tag fördern. Ich halte es gerne kurz und knackig, da ich im Alltag sonst dazu neige die ganze Morgenroutine ausfallen zu lassen. Außerdem bin ich am Wochenende oder wenn ich unterwegs bin da auch etwas flexibel. Wichtig ist es den Druck nicht zu hoch zu machen. Die Morgenroutine soll uns gut tun und nicht noch mehr Stress entstehen lassen. Deswegen zähle ich folgende Elemente nicht zu meiner täglichen Routine sondern handhabe sie individuell nach Zeit und Bedarf.

Nase spülen

Besonders in der Erkältungszeit oder wenn ich merke, dass sich Verschleimung oder sich Beschwerden im Bronchenbereich zeigen ist die Nasenspülung zur inneren Reinigung zu empfehlen. Mit der lauwarmen Salzlösung und mithilfe eines  Kännchens werden hierbei die Nasenschleimhäute gut durchgespült.

Ölmassage

Zu einer vollständigen ayurvedischen Morgenroutine gehört auch eine Selbstmassage mit Öl. Dabei wird der ganze Körper von Kopf bis Fuß mit Handwarmem Öl Stück für Stück massiert. Welches Öl hierfür gewählt wird hängt von Vorlieben oder dem ayurvedischen Konstitutionstyp ab. Super eignet sich Sesam-, Mandel- oder auch Olivenöl. Die Prozedur dauert natürlich seine Zeit und sollte auch nicht in Hektik durchgeführt werden. Nach der Selbstmassage wird der Körper mit warmem Wasser (ohne Seife, höchstens Shampoo für die Haare) unter der Dusche abgespült. Wer zwischen der Massage und dem abduschen noch Zeit hat lässt am Besten das Öl noch ein wenig einziehen. Diese Zeit kann gern mit einer kleinen Meditationseinheit überbrückt werden. Aufgrund des hohen Zeitaufwands ist die Ölmassage für mich ist ein kleines Wellness-Programm, das ich mir von Zeit zu Zeit gönne, aber keinen festen Platz in meinen Routinen findet.

Mein Tipp

Falls du jetzt motiviert bist ebenfalls eine Routine zu etablieren: starte klein! Beginne mit einer kleinen Aufgabe am Morgen, die für dich nur wenig Aufwand bedeutet. Erst wenn diese voll automatisch in deinen Morgen integriert ist beginne mit der Nächsten!

 

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